Kaputter Pfad am Feld entlang
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10 Tipps zur Vorbereitung der Wanderung

Bei denen du maximal 6 Stunden unterwegs bist

Es ist natürlich ein wenig Quatsch, dass ich Tipps gebe zur Vorbereitung für das Wandern, weil ich wohl eher der König darin bin, die Hälfte zu vergessen. Dabei stört mich in den meisten Fällen weniger, wenn ich eine Flasche Wasser nicht einpacke, sondern eher die Speicherkarte in der Kamera. Wasser bekomme ich in den meisten Fällen noch vorher an irgendeinem Kiosk. Deswegen gebe ich hier mindestens 10 Tipps für Wanderungen, bei denen du im Zweifel noch an Verpflegung auf dem Weg kommst. 10 Tipps zur Vorbereitung der Wanderung, bei denen du maximal 6 Stunden unterwegs bist.

 

Vorbereitung der Wanderung

  1. Allgemein
  2. Outfit
  3. Informationen
  4. Gepäck
  5. Tasche
  6. Powerbank
  7. Kabelmanagement
  8. Apps
  9. Speicher & Akku
  10. Kleinigkeiten

Allgemein

Bei mir gilt grundsätzlich eine Regel: Änderungen werden erst nach Fehlern vorgenommen. Das bedeutet: Ich kaufe mir erst einen professionellen Rucksack, wenn meiner sichtlich nicht funktioniert, kaputtgeht, ich unter Rückenschmerzen leide, oder mich jemand von dem Gegenteil überzeugt. Ich bin ein Schussel. Und viele Dinge sind mir nicht sonderlich wichtig. Das bedeutet nicht, dass mir Langzeitfolgen egal sind, aber mein Körperbewusstsein scheint bei einigen Dingen nicht vernünftig mit meinem Hirn verknüpft zu sein. Um ein Beispiel zu nennen: Bisher laufe ich ohne Wanderschuhe. Das liegt einzig und allein daran, dass ich mit meinem normalen Schuhwerk noch keine Probleme hatte. Außerdem ist es mir egal, wenn man am nächsten Tag meinen Schuhen ansehen kann, dass ich durch den Dreck gelaufen bin.

Natürlich bin ich auch schon steilere Wege gelaufen, einige spitzere Bergklippen hochgeklettert, aber mit meinen Sneakern klappte das halt auch sehr gut. Ich vergleiche mich im Anschluss dann mit meinen Wegbegleitern. Meine Freundin trägt jetzt Wanderschuhe auf derselben Wanderung. Wenn ich sie nach der Tour frage wie sich ihre Füße anfühlen, ob sie einen sichtlichen Unterschied merkt zu vorher und ihre Antworten überzeugen mich nicht, dann spare ich mir vorerst das Geld, bis ich einen Grund dazu bekomme. Das ist nicht immer richtig. Gerade, wenn es um den eigenen Körper geht.

Nur leider bemerke ich Ursachen meines Körpers oft erst sehr spät in Verknüpfung zu Dingen, die ich getan habe. Also wenn meine Beine kribbeln, setze ich dies nicht in Verbindung zu Dingen, die gerade Ursache dafür sein könnten, denn das Kribbeln stört mich nicht. Ich denke da also gar nicht erst drüber nach. Für mich ist beim Wandern halt mehr wichtig, dass ich etwas Cooles sehen kann, dass ich dieses Motiv dann fotografiere und wenn das bedeutet, dass meine Beine jucken, dann ist das so.

Vor meinen Wanderungen in den Alpen werde ich mir sicherlich Wanderschuhe kaufen. Wenn es dann nämlich wichtig wird und es im Zweifel sogar um die eigene Sicherheit geht, verschließe ich dann auch nicht meine Augen. Und dann kann ich mir anfangen ein Bild davon zu machen. Bei positivem Ergebnis werde ich meine Vorbereitung der Wanderung nochmal abändern.

 

Outfit

Weil ich hier bisher keine Fehler bemerken konnte. Das bedeutet, für mich keine zusätzlich kosten bei einem Wanderoutfit, einem Fahrradkostüm oder sonstiges. Ich nehme das, was ich habe und nicht gerade in der Wäsche liegt. Mittlerweile muss ich zugeben, bemerke ich zumindest einen Unterschied, je nachdem aus welchem Stoff meine Hose oder mein Shirt ist, aber geringfügig. Wenn nur die scheiß Sachen gerade clear sind, dann nehme ich halt die. Hauptsache raus. Wichtig ist aber:

  1. Zwiebel-StyleSweater ohne Shirt drunter geht gar nicht! Jacke binde ich mir über den Arsch, Sweater, wenn ich tatsächlich beides dabei haben sollte, binde ich mir wie einen Brustbeutel um den Körper. Aber das hier ist ja wohl der absolute Klassiker. Wer das nicht kennt, der muss erstmal die Basics lernen.
  2. Wenn es warm wird, kann man echt mal auf schwarz verzichten. Ich verstehe nicht warum, aber es fuckt schon richtig ab, dass man darunter immer krass am sweaten ist. Wie ist das eigentlich mit gelb und Neon? Lockt das wirklich Ungeziefer an?
  3. Dicke Socken! Ich trag voll gerne dann weiße Sportsocken. Ey ne Blase auf halbem Wege ist echt das ätzendeste überhaupt. Hier im Übrigen mein Tipp für eine gute Investition: Einfach mal auch dunkle, dicke Socken holen. Dann hat man nicht wie ich das Riesen Problem, wenn die weiße Wäsche nicht gemacht ist am Ende doch mit so Knöchelsöckchen loszustampfen.
  4. Mütze! Selbst, wenn du darüber eine Kapuze haust. Hält mehr Sonne aus, mehr Wind, mehr alles. Ich trag eh immer eine, dank meinem frühzeitigen Ableben meiner Haare. Absolutes muss bei der Vorbereitung der Wanderung.

 

Informationen

Hier habe ich ein gutes Beispiel dafür, dass ich etwas verändern musste, nachdem mir ein Fehler aufgefallen ist. Ich habe mich einfach nicht ausreichend über meine Wege informiert. Zuvor war mein studieren der Strecke wie folgt: Ich öffne Google Maps, schaue, wo es ein wenig grün Fläche gibt, fahre dahin und hoffe darauf, dass der Weg toll wird. Das hat exakt einmal einwandfrei geklappt. Danach nie wieder.

Auf meinem alten Handy konnte ich Komoot nicht Installieren. Das bedeutet dann halt, dass ich ein neues Handy benötige. Und wenn ich einen schlechten Internetvertrag habe und nur 2 GB im Monat Datenvolumen besitze, dann rüste ich den auf, oder organisiere mir eine Karte, eine Premium-App, auf der man Wege herunterladen kann oder muss dafür halt eine andere Lösung finden, zumindest wenn man es ständig schafft an den geilen Punkten der Natur streight dran vorbeizulaufen.

Also: A und O ist es sich ausreichend über seine Strecke zu informieren. So bleibt man auch motiviert. Denn was ist denn bitte frustrierender, wenn du unbedingt zu diesem Arsch-Geilen See laufen möchtest und du findet den einfach nicht. Und je präziser da die Vorbereitung über die Umgebung ist, desto mehr Erinnerungen bleiben dir am Ende auch. Oder noch besser: Du kannst deine Wandergesellen mit Schlaumeier-Mist ärgern. Schau dir mal diese Nirnwurz-Orchidee an, die gibt es nur hier.

 

Gepäck

Ganz einfache Regel: Je weniger, desto besser. Brauchst du wirklich dein Fernglas? Musst du wirklich Kleingeld mitschleppen? Ist dieses Taschenmesser, dein Opa-Kompass oder eine zweite Stange Zigaretten notwendig? Meinst du wirklich, dass die Regenjacke, das kleingeschnibbelte Gemüse oder die Ersatz-Wasserflasche noch in deine Tasche mit rein sollten?

Im besten Fall wanderst du ja eh nicht alleine. Wenn doch, dann bist du einsam und du solltest erst einmal Freunde suchen bevor du dem Sinn deines Lebens auf den Bergspitzen nachgehst. Ist natürlich quatsch, alleine wandern macht mir oftmals mehr Spaß, da dann die Gruppe nicht stetig auf dich warten muss, wenn du gerade mit deiner Kamera wieder im Wald versinkst. Trotzdem: Wenn du mit mehreren wanderst, teilt von Anfang an alles auf. Ein guter Rucksack sollte mindestens einen Getränkehalter besitzen. Jacken müssen nicht in den Rucksack, sondern können auch außen festgemacht werden. Das spart Platz. Mein Gepäck besteht aus folgenden Dingen:

 

Tasche

Es klingt asozial, aber bisher habe ich bei übersichtlichen Ausflügen nie mehr gebraucht, als einen Brustbeutel. Wenn wir mit mehreren Personen unterwegs waren, hatte immer jemand anderes einen Rucksack auf. Dort sind dann auch Wasserflaschen, ein wenig Proviant etc. enthalten. Da ich aber immer davon ausgehe, eh irgendwo einen Stop zu machen, wo Essen und Trinken zu bekommen ist, reicht es mir meistens, wenn ich eine Flasche Wasser oder Schorle in der Hand festhalte. Die ist dann nach 10 Minuten leer, aber bisher bin ich mit der Taktik immer ganz gut durchgekommen. Bei einer völlig unvorbereiteten Tour, bei der ich weder Weg oder Strecke mir angeschaut habe, unbedingt natürlich selber darum kümmern. Nicht das du nach 3 Stunden mitten in der Natur stehst und dann nicht deinen Durst stillen kannst.

Ich nehme aber selbst mit Rucksack dennoch immer noch meinen Brustbeutel mit. Der bietet den Vorteil, dass die Dinge, an die ich ständig ran muss, immer sofort greifbar sind. Habe ich keinen Rucksack dabei, schnalle ich mir diesen über den Rücken und drehe ihn nach vorne, sobald ich an Strom oder etwas anderes dran muss.

 

Vorteile sind:

  • Man kommt ohne Wartezeiten schnell an die Inhalte der Tasche
  • Man packt keinen unnötigen Quatsch ein, es passt ja nunmal kaum etwas rein
  • Das Gewicht kann stetig verlagert werden
  • Bei Städtetouren kann dir keiner dein Portemonnaie aus der Tasche ziehen

Nachteile sind:

  • Da passt halt keine Wasserflasche rein
  • Und ein Jacke leider auch nicht

 

Powerbank

Wenn ich die nicht mitnehme, kann ich garantieren, dass ich zuvor vergessen habe mein Handy aufzuladen und ausgerechnet dann das Ding brauche. Scheiße nur, wenn auch die Powerbank zwar dabei ist, jedoch auch nicht aufgeladen. Ich habe für diesen Fall zwei unterschiedliche Powerbanks. Bei mir gilt: Wenn die eine nicht angeschlossen ist, dann wird die andere am Strom sein. An die Regel halte ich mich zwar nicht, aber so nehme ich es mir zumindest vor.

Ich entscheide anhand meines restlichen Gepäcks, welche der beiden Powerbanks ich mitnehme. Während die eine sehr leicht und klein ist, zudem eine Taschenlampenfunktion besitzt, ist die andere ein gewaltiger Brummer, der extrem schnell laden kann. Wenn mein Gepäck klein ausfällt, nehme ich also nur die schmale Version mit. Habe ich einen Rucksack auf dem Rücken, kann ich auch das schwere Teil bei der Vorbereitung der Wanderung berücksichtigen und einstecken.

 

Kabelmanagement

Jetzt hast du Strom. Und alles, was jetzt noch nötig ist, sind die Kabel um deine Geräte aufzuladen. Pack mindestens eins, wenn nicht sogar zwei für dein Handy ein. Gerade dann, wenn es dir den Weg lotsen soll, vielleicht auch noch für deine Fotos dient. Solche Sachen gehen doch immer dann kaputt, wenn es überhaupt nicht passt. Roll daher unbedingt deine Kabel vernünftig zusammen, die Zeit muss sein. Und die Zeit muss auch sein, wenn du die Kabel nicht mehr brauchst. Wenn es mehrere Kabel seien sollten, wie z. B. Kopfhörer, Handykabel, vielleicht rauchst du auch noch E-Zigarette, die willst du vielleicht auch aufladen und dann noch die Kamera, dann organisiere dir kleine Schleifchen oder Gummibänder für diese. Versuche unterschiedliche Fächer für jedes Kabel freizumachen. Einfache aber wirkungsvolle Vorbereitung der Wanderung.

Außerdem ist ein Power-Adapter und ein Ladekabel für deine Powerbank auch sinnvoll. Vielleicht macht ihr ja irgendwo Rast, dann kannst du bei einer freien Steckdose direkt hier schonmal tankenkostenlos.

 

Apps

Ich packe den Punkt Apps hiermit rein, da meine Vorbereitung der Wanderung echt zu 95% auf Basis dieses Scheiß Teils beläuft. Damit meine ich nicht, dass ich ununterbrochen an dem Gerät dran bin, aber es erleichtert einfach unglaublich viele Dinge, schnell und bequem.

Am Start ist bei mir immer Komoot, Maps & Geocaching. Auf Komoot kann ich mir meine Routen easy vorab herunterladen, theoretisch kann ich so sogar auf eine Internetverbindung verzichten und erhalte trotzdem genau Anweisungen über den Weg, welchen ich vorab vernünftig geplant habe. Wer schnell losmöchte, kann über die App schnell völlig fertig erstellte Routen ebenfalls herunterladen. Es ist aber auch möglich am Computer oder natürlich auch auf dem Handy seine Route komplett selbst frei zu erstellen. Meiner Meinung nach im Übrigen der wichtigste Tipp, aber das hatte ich ja auch bereits unter dem Punkt Informationen beschrieben.

 

Speicher & Akku

Wer jetzt noch Platz in seiner Tasche hat und das nötige Kleingeld besitzt, der sollte direkt einmal in ein zweites Akku und in eine größere Speicherkarte für die Kamera investieren. Damit kann man einfach nichts falsch machen. Am Anfang meiner Wanderfreuden besaß ich immer das Problem nur maximal 60 Bilder machen zu können. Danach waren meine 2GB Speicherplatz mehr als aufgebraucht. Wer in ein zweites Akku investiert, sollte ebenfalls überlegen, dass Akku-Ladegerät mitzunehmen. So könnte man immer dann via Powerbank, dass Akku der Kamera aufladen, welches aktuell nicht benötigt wird. So kannst du dauerhaft knipsen, ohne dir Gedanken darüber machen zu müssen, dass du die letzten drei Minuten Laufzeit für dein Highlight der Strecke aufhebst.

 

Kleinigkeiten

Jetzt kommt noch so Krimskrams der nach meiner Regel Änderung nach Fehler entstand. Auf einigen Wanderungen hatte ich zum Beispiel mich nicht um die Linse meiner Kamera vernünftig gekümmert, wie auf dem Weg zum Raderhof. Da sind ziemlich nervig diese schwarzen Flecken von Dreck auf der Linse vorhanden. Deswegen packe ich jetzt immer ein Brillenputztuch mit ein, um schnell die Kamera sauber zu kriegen. Die störenden Elemente könnten sogar im Nachgang über die Bildbearbeitung entnommen werden, ich denke allerdings, wenn ich zu blöd bin, da auf meine Kamera zu achten, dann ist das halt so. Pech. Dafür berücksichtige ich es jetzt immer in der Vorbereitung der Wanderung.

Ein Stift ist ebenfalls sinnvoll. Also einfach einen Kugelschreiber. Denn habe ich immer dann vergessen, wenn ich die App Geocaching verwendet habe. Und jeder, der das schonmal gemacht hat, weiß sicherlich, wofür man den Stift braucht.

Außerdem packe ich noch zwei weitere Kamera-Objektive dazu, ein Feuerzeug, eine Ersatz-E-Zigarette und eine Packung Taschentücher. Meine Kopfhörer sind für die Anreise, im Zweifel für die Wanderung mit im Gepäck.

Was hältst du von meiner Auflistung bzgl. der Vorbereitung der Wanderung? Ist das meiste Quatsch? Gibt es deutlich wichtigere Dinge? Sollte ich mein Verhalten ändern, bzgl. meiner Outfit-Politik? Ich würde mich über Feedback und Ergänzungen sehr freuen. Unter meiner Newsletter-Anmeldung findest du ein Formular. mit dem du mir einen Kommentar da lassen kannst.
Viel Spaß beim Wandern!

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