Seilbahn hoch zum Pinner Kreuz Cochem
Seilbahn hoch zum Pinner Kreuz Cochem

Hoch zum Pinner Kreuz

N 50.150001 E 7.163149

Cochem Ausblick von dem Pinner Kreuz
Höhe
255 M

Wenn wir erzählt haben, dass wir beim Pinner Kreuz waren, war die erste Frage unmittelbar: “Seid ihr da die ganze Tour hochgelaufen?”. Ne, sind wir leider nicht. Wir haben uns das Erlebnis, die Aussicht als Belohnung für den harten Weg, leider genommen. Aber ganz ehrlich, so schlimm war das auch nicht, weil die Aussicht schmälert es sicher nicht.

Ich denke, normalerweise hat man auf seiner Wanderstrecke immer eine gewisse Anzahl an Highlights. Entweder erzählt man später von denen, man setzt sie sich vorab als Ziel, manchmal tauchen sie auch spontan auf, in den meisten Fällen wohl eher nicht. Das Pinner Kreuz in Cochem ist definitiv kein Highlight, welches man durch Zufall entdeckt.

 

 

Absturz am Pinner Kreuz

Wir fahren nach einem Familienbesuch direkt den ganzen Weg mit dem Auto hoch. Wir parken am Tier- bzw. Freizeitpark und laufen einige Meter, um dieses Highlight so schnell wie möglich mitzunehmen. Ich habe mir überlegt, wenn ich so einen Quatsch mache, mir sozusagen die Vorarbeit für solch ein tolles Foto nehme, dann muss ich mir die Arbeit im Nachhinein machen und halt Recherche betreiben, um etwas über jenes Highlight, wie das Pinner Kreuz, zu berichten.

Und siehe da: Das Kreuz ist tatsächlich nicht nur ein klassisches Gipfelkreuz, sondern beinhaltet sogar eine kleine, traurige Geschichte. Denn an dieser Stelle wird einem alten, gutherzigen Schäfer angedacht. Der Name “Pinner” geht auf eben jenen Schafhirten zurück, der sein Leben bei dem Versuch einer Rettung von einem seiner Schafe gab. So sagt die Geschichte, dass er bei dem Versuch verstarb, eines seiner Schafe vor dem Absturz zu bewahren, wobei er leider selbst den Abhang hinunterfiel. So wurde auf dem Pinnerberg das Pinner Kreuz an sein Gedenken aufgestellt.

 

 

Aussicht über Cochem

Aber Wendel Pinn, der gute Hirte, ist nicht das einzige interessante auf dem Pinnerberg. Was deutlich mehr reizt, ist die fantastische Aussicht auf Cochem, die Reichsburg und natürlich die Mosel, die sich ihre Wege durch das Tal schlängelt. Die Seilbahn dient hier uns mehr als schöner Aussichtspunkt, die Abfahrt oder hochfahrt ist leider so gar nichts für mich, mit meiner Fallangst einfach nicht kompatibel.

Aber auch der kleine Weg, von Seilbahn, zum Kreuz selbst, ist wunderschön, wenn auch eng. An schönen Tagen deswegen völlig überfüllt von Touristen wie uns! Die steinigen Ausbuchtungen bieten aber auch dann genügend Platz, um sich nicht permanent im Weg zu stehen.

 

 

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