Aussicht auf den Liblarer See
Aussicht auf den Liblarer See

Hexenhütten am Liblarer See

50°49'06.0"N | 6°49'52.6"E

Dauer
02:29 H
Distanz
9,58 km

Wir fahren raus aus Köln, raus möglichst an Wassernähe. Auf Google Maps entdecken wir den Liblarer See, nicht mal zwanzig Minuten mit der Bahn entfernt. Vom Hauptbahnhof Köln fahren wir so bis nach Erftstadt. Woher kenne ich eigentlich Erftstadt? Kommt da nicht irgendwer bekanntes her?

Die Haltestelle in Erftstadt lässt zumindest nicht darauf muten, hier schaut es eher nach irgendwo im nirgendwo aus. Langweilig, nicht schön, merkwürdigerweise nicht mal in Nähe von Zivilisation, zumindest nach dem ersten Eindruck. Wir laufen 5 Minuten an der Straße entlang, bevor wir in ein kleines Waldstück abbiegen.

 

 

Heimat der Blair Witch

Während die ersten zehn Minuten nach einem klassischen, städtischen “Stadtpark oder Stadtwald” ausschauen, folgt im Anschluss darauf ein immer mehr nach realer Natur wirkender Weg. Wobei hier ein separat, unterteilter Fahrradweg, Reitweg und Spazierweg ununterbrochen aufeinander kreuzen, was keine wirklich ersichtliche Struktur ergibt.

Wie auch immer, wir laufen einige Minuten auf dem Pferdeweg dank Pferde Fresse. Dabei stoßen wir auf diese, aus einzelnen Ästen und Hölzern gebauten Zelte, auf die wir in Umgebung Köln nicht das erste Mal treffen? Während in meiner Fantasie die Blair Witch ihr Unwesen treibt, hat es wahrscheinlich mehr mit etwas völlig legitimen zu tun. Vielleicht hat ja jemand eine Ahnung womit es genau Zutun hat? In Zukunft sollte ich noch häufiger auf die Hexenhütten treffen -> Wie hier!

 

 

Nahe dem Liblarer See

Und Gott sei Dank küsst zunehmend mehr die Sonne auf dem Kopf. Während die Strahlen sich den Weg zum Boden durch das Geäst bahnen, nehmen wir den Verkehr Richtung Wasser auf.

So richtig einen Weg runter zum Wasser finden wir dann nicht. Aber zumindest eine kleine, moorige Stelle, an der wir kurz Halt machen, um ein paar Bilder zu machen. Wir nehmen den Weg jedoch schnell wieder auf, in der Hoffnung eine Bank oder zumindest eine Sitzmöglichkeit zu entdecken.

 

 

Schilf, Gebüsch & Dreck

Doch die Ruhe will uns nicht gegönnt sein. Auf unserem, keine Ahnung, Rad- oder Pferdeweg finden wir leider nichts. Wir stehen zwar immer wieder im Grunde vor dem Wasser, besitzen dann jedoch noch Schilf, Gebüsch oder Dreck dazwischen.

Es schaut zwar super aus, so langsam wünschen wir uns aber doch mal den Blick auf den See genießen zu können. Immerhin benötige ich noch die unfehlbare Kippe am Wasser.

 

 

Anlaufstelle Nummer Eins

Und natürlich finden wir dann auch wenige Minuten später einen kleinen Abgang, wo wir zumindest einen kleinen Steg mit Sitzmöglichkeit im Rahmen eines großen Baumstammes finden. Der See ist auch wirklich schön und entspannend anzusehen. Der Größe dessen wird man sich leider nicht bewusst, dafür verdecken dann leider doch links und rechts zu viel Bäume den Weg. Aber trotzdem genießen wir das leichte plätschern vor uns.

Im Sommer wird dies zumindest nicht die Anlaufstelle Nummer 1 für allerlei Party- und Naturgesellen sein, der Platz ist dafür einfach nicht ausgereift. Und rundherum, zumindest nach unserer Aussicht zu urteilen, gibt es auch keine andere Möglichkeit, was ja nichts Schlechtes ist – so bleibt die Natur Natur.

 

 

Immer nur an dem Liblarer See vorbei

Und dann gehen wir weiter auf unserem Fahrradweg. Und laufen. So weit, dass wir eigentlich auch schon wieder aus dem kleinen Fleck Unberührtheit auf den größeren Fleck “Berührtheit” treffen. Links liegen neben uns Eisenbahnschienen und dahinter thront auch die Autobahn wieder.

So richtig ist dies also nicht der Punkt der Entfernung gewesen. Wir versuchen noch einige Male wieder tiefer in das Stückchen Wald zu gelangen, erleiden jedoch zu häufig unserer Unfähigkeit in Sachen Navigation. Hätten wir uns vielleicht doch mal besser einen Weg vorher ausgesucht. Trotzdem: Auch wenn wir nicht unbedingt den schönsten Weg in dem Naturschutzgebiet gelaufen sind: Es lohnt sich für die schnelle Flucht der Stadt. Für eine Wiederkehr reicht es dann aber nicht.

 

 

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